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Nassrasierer oder Trockenrasierer – Was ist die beste Rasurart?

© kei907

Der erste Eindruck zählt bekanntlich. Selbst der lässigste Dreitagebart will gepflegt sein, wenn man bei seinen Mitmenschen nicht ganz schnell unten durch sein will. Entsprechend gehören Rasierer zu den Dauerbrennern im Handel. Das Angebot reicht vom günstigen Nassrasierer für wenige Euros bis hin zum multifunktionalen Hightech-Rasierer für mehrere Hundert Euros.

Rasierer sind zwar klassische Produkte für den Mann. Rein zahlenmäßig sind die Herrenrasierer auch nach wie vor dominierend. Doch inzwischen haben sich im Damenbereich auch Lady-Shaver und Body-Groomer zur echten Alternative für Epilierer entwickelt. Spezielle Nassrasierer für Frauen sind ohnehin schon viele Jahre erhältlich, wobei sie sich vielfach nur in der Farbe von den Männerprodukten unterscheiden.

Weder Männer noch Frauen vertrödeln gerne unnötig Zeit mit der Rasur. Die Ansprüche an das Leistungsvermögen und Bedienungskomfort eines Rasierers sind entsprechend hoch. Zudem sollte das Gerät möglichst hautschonend arbeiten. Denn viele Menschen leiden unter einer empfindlichen Haut. Schließlich sollte die Akkuleistung stimmen, da man einen Rasierer täglich benötigt, also auch auf Reisen.

Welcher Rasierertyp ist geeignet?

Haare sind nicht gleich Haare. Möchte man eine Glattrasur oder nur den Bartwuchs trimmen? Will man die Haare im Gesicht rasieren oder andere Körperhaare wie die Achseln entfernen? Soll die Rasur nass oder trocken erfolgen? Für die unterschiedlichen Einsatzzwecke haben sich im Laufe der Jahre verschiedene Rasierertypen etabliert:

  • Nassrasierer wie zum Beispiel Rasierhobel
  • Trockenrasierer
  • Elektrische Nass-/Trockenrasierer
  • Barttrimmer
  • Lady-Shaver
  • Body-Groomer
  • Nasen-/Ohrhaartrimmer

Nassrasierer

Einfache Nassrasierer haben gegenüber einem Elektrorasierer den Vorteil, dass sie zunächst mal in der Anschaffung günstiger sind. Man muss allerdings die Folgekosten miteinkalkulieren. Denn auf Dauer summieren sich die Kosten für die Ersatzklingen zu einem erklecklichen Betrag. Damit bewegt man sich nach mehreren Jahren in einem Preisbereich, für den man bereits einen guten Elektrorasierer bekommt.

Doch Menschen, die auf Nassrasur schwören, geht es in erster Linie nicht ums Geld. Sie sind der festen Überzeugung, dass eine Nassrasur nach wie vor gründlicher ausfällt als eine Trockenrasur. Die Gesichtshaut ist anschließend einfach ein Stück weit glatter. Der Bartschatten taucht erst sehr viel später am Tag im Gesicht auf.

Zusätzlicher Pluspunkt: Man ist unabhängig von einer Stromquelle. Man kann sich mit dem Nassrasierer jederzeit und überall rasieren. Es sind lediglich ein Spiegel und etwas Rasierschaum notwendig.

Auch für Frauen gibt es zahlreiche Nassrasierer, die sich kaum von den Männermodellen unterscheiden. Sie sind beliebt, weil eine Rasur weniger schmerzhaft als eine Behandlung mit Wachs oder Epiliergerät abläuft. Zudem sind die Rasierer klein genug, um sie im Kulturbeutel oder in der Kosmetiktasche zu verstauen. So hat man auch unterwegs und im Urlaub (Stichwort Reiserasierer) immer das notwendige Utensil dabei, um Bein- und Achselhaare zu pflegen.

Die Nassrasur hat jedoch ihre Nachteile. So reagieren viele Menschen geradezu allergisch auf die Klingenbehandlung. Die rasierte Haut errötet stark. Es kommt zum Rasurbrand. Zuweilen bilden sich auch hässliche Pickel.

Und die Gefahr, sich mit einer scharfen Rasierklinge zu verletzen, ist durchaus gegeben. Dieses Problem hat man bei einem Trockenrasierer nicht. Wenn man morgens gleich verschiedene Schnittverletzungen mit Papierchen verarzten muss, hebt dies nicht gerade die Laune. Außerdem hält es auf.

Trockenrasierer

Trockenrasierer haben in den vergangenen Jahren deutlich in Sachen gründlicher Rasur aufgeholt. Zahlreiche technische Verbesserungen haben die Schneidleistung der Elektrorasierer optimiert. Da kann es nicht verwundern, dass inzwischen mehr als 50 % der Männer auf Trockenrasierer umgestiegen sind.

Das Verletzungsrisiko tendiert bei diesen Geräten nahezu gen null. Die Scherfolien treten nicht in direkten Kontakt mit der Hautoberfläche, sodass die Klingen keinerlei Schnitte in der Haut hinterlassen können. Gerade für Menschen mit empfindlicher Haut besteht in dieser Eigenschaft ein entscheidender Mehrwert der Trockenrasierer.

Elektrische Nass-/Trockenrasierer

Mittlerweile kann eine Vielzahl der Elektrorasierer sowohl trocken als auch nass rasieren. Sie verbinden die Vorteile beider Methoden in einem Gerät. Für Anfänger und Umsteiger sind solche elektrischen Nass-/Trockenrasiererideal.

Moderne Elektrorasierer arbeiten im Nassbetrieb entweder herkömmlich mit normalem Rasierschaum oder aber mit eingebauten Emulsionen. Im Unterschied zu einem echten Nassrasierer fällt die Rasur sehr viel sanfter aus, weil die Klingen eben nicht direkt mit der Haut in Berührung kommen.

Im Handel sind sogar etliche Modelle erhältlich, die man unter der Dusche benutzen kann, weil das Gehäuse wasserdicht ist. Diese Methode bietet einige Vorteile. Die Hautporen öffnen sich durch die ständige Berieselung mit warmem Wasser besser und weiter. Der Rasierer bekommt dadurch die Haare näher an der Wurzel zu packen.

Zudem verschwinden der Rasierschaum und die Bartstoppel sofort im Abfluss. Einziges Manko der Kombigeräte für Nass-/Trockenrasur: Sie sind in der Regel teurer als einfache Trockenrasierer.

Barttrimmer

Wer einen Bart trägt, hat die Qual der Wahl. Er kann sich entweder für einen normalen Trockenrasierer mit Langhaaraufsatz entscheiden oder für einen speziellen Barttrimmer. Beide Lösungen haben für bestimmte Nutzer Vor- und Nachteile. Mehr Infos zum Beispiel in unserem Bartttrimmer Test.

Wenn man lediglich längere Barthaare stutzen, einen Schnurrbart nachschneiden oder die Bartkonturen korrigieren möchte, reicht ein ausklappbarer Langhaarschneider am normalen Rasierer meist schon aus. Die Sache sieht anders aus, sofern man längeres Barthaar auf Länge schneiden will oder aufwendigere Muster für die Bartkontur beabsichtigt.

In letzterem Fall kommt man an einem geeigneten Barttrimmer kaum vorbei. Diese Geräte heben sich von den normalen Rasierern durch ihre vielzähligen und exakten Längeneinstellungen ab. Meistens werden sie mit einer Reihe unterschiedlicher Aufsätze für die verschiedenen Anwendungsbereiche ausgeliefert. Für die Schnurrbart– und Kinnbartträger empfiehlt sich jedoch eher ein normaler Trockenrasierer, der allerdings mit einem exzellenten Langhaaraufsatz versehen sein muss.

Lady-Shaver

Der Lady-Shaver ist für alle Frauen eine Alternative, die das Verletzungsrisiko eines herkömmlichen Nassrasierers scheuen und denen die Behandlung mit einem Epilierer zu schmerzhaft erscheint. Die führenden Hersteller wie etwa Braun, Philips und Panasonic haben inzwischen solche Rasierer in ihrem Angebot.

Diese Geräte sind auf Körperhaare spezialisiert und eignen sich für die Rasur der Achseln, Arme, Beine sowie des Intimbereichs. Die Lady-Shaver sind deshalb meist mit verschiedenen Aufsätzen bestückt, durch die sich die Schnittlänge anpassen lässt. Alternativ besitzen einige Geräte austauschbare Scherköpfe in mehreren Größen, darunter auch einen Präzisionstrimmer.

Ein Lady-Shaver hat gegenüber einem Epiliergerät den Nachteil, dass der Rasierer nicht das Haar samt Wurzel entfernt, sondern lediglich oberhalb der Wurzel kürzt. Frauen müssen also häufiger zum Rasierer greifen, um den Haarwuchs unter Kontrolle zu halten. Doch inzwischen sind auch Lady-Shaver erhältlich, die neben der Depilation(Haarkürzung) ebenso die Epilation (Wurzelentfernung) beherrschen.

Body-Groomer

Die Entfernung von Körperhaaren ist längst nicht mehr nur Frauensache. Angelehnt an die Lady-Shaver haben die Rasiererhersteller mit dem sogenannten Body-Groomer inzwischen auch eine männliche Version des Körperhaarrasierers auf den Markt gebracht.

Der Body-Groomer ist für das in der Regel dichtere und längere Körperhaar des Mannes optimiert. Außerdem ermöglichen Aufsätze für das Barttrimmen und die Kopfhaarrasur eine echte Ganzkörperrasur. Der Scherkopf bei einem Body-Groomer fällt etwas schmaler aus als bei einem normalen Rasierer oder Langhaarschneider. Dadurch passt sich der Apparat besser den körperlichen Gegebenheiten im Intimbereich oder in der Achselhöhle an.

Das Zubehör spielt wie beim Lady-Shaver eine entscheidende Rolle. Je umfangreicher der Rasierer mit Scherköpfen und Kämmen ausgerüstet ist, umso vielfältiger lässt er sich einsetzen. Wenn dem Gerät beispielsweise ein Aufsatz mit Scherfolie beiliegt, ist damit auch eine Glattrasur im Gesicht möglich. Man darf sich davon aber nicht zu viel versprechen. Die Qualität kann mit einem echten Trockenrasierer nicht mithalten.

Ein weiteres Qualitätsmerkmal stellt die Zahl der vorhandenen Schnittlängen dar. Wem eine möglichst große Vielfalt wichtig ist, der ist vermutlich mit einem Langhaarschneider besser bedient. Doch für Männer, die sich regelmäßig nur eine Kurzhaarfrisur scheren wollen, reicht der Body-Groomer normalerweise vollkommen aus.

Außerdem sind die meisten Body-Groomer wasserdicht. Die Rasur lässt sich also gleich in der Dusche durchführen. Das lästige Auffegen von Haaren ist damit überflüssig.

Nasen-/Ohrhaartrimmer

Schließlich dürfen in diesem Portfolio die hoch spezialisierten Nasen-/Ohrhaartrimmer nicht unerwähnt bleiben. Früher traf man solche Geräte allenfalls beim Friseur oder bei einer Kosmetikerin an. Heutzutage gehören sie zur Ausstattung vieler Privathaushalte.

Dieser Rasierertyp ist insbesondere an der Spitze wesentlich schlanker, damit man in die Ohrmuschel oder die Nasenlöcher hineingelangen kann. Im Unterschied zu einer Schere sind diese Geräte absolut gefahrlos in diesem sensiblen Bereich einzusetzen. Wer sich für einen Body-Groomer interessiert, kann dort im Übrigen nach Rasierern Ausschau halten, die bereits über passende Aufsätze für Nase und Ohren verfügen.

Mehr Informationen auch in unserem Artikel Nasenhaare entfernen.



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