So rasierst du dir deine Bikinzone! Ohne Rasurbrand oder Pickel

Foto © SENTELLO

Der Sommer stattet unsere Breitengraden oft nur einen kurzen Besuch ab, die Pflege und Rasur der Schamhaare ist heutzutage trotzdem eine ganzjährige Aktivität. Die Zeiten in denen Büsche modern waren, sind schon längstens vorbei.

Welche Methode wird von Frauen am öftesten angewendet, um die Haare  der Bikinizone zu entfernen?

Die Rasur!

Eine Studie der University of Texas stellte unlängst fest, dass stolze 77 Prozent der Frauen ihre Bikinizone rasieren. Es rasieren deutlich mehr Frauen ihre Schamhaare als sie zu trimmen oder ihnen mit Haarentfernung-Cremen zu Leibe zu rücken. Problematisch ist nur folgendes: Beulen, Rötungen und Reizungen sind fast immer eine Folgewirkung der Rasur.

Gibt es also einen Weg die Bikinizone zu rasieren, ohne unter diesen nervtötenden Nebenwirkungen zu leiden? Du willst ja am Ende des Tages eine rasierte Bikinizone ohne Pickel haben. Nun,  gegen Rasurbrand, Pickel, eingewachsene Haare und Hautirritationen gibt es Lösungen – wenn du die folgenden Schritte befolgst:

1. Investiere in einen guten Rasierer:

Die Auswahl des richtigen Rasierers ist der erste Schritt, um sicherzustellen, dass deine Bikinizone nach der Rasur im makellosen Zustand bleibt. Dabei ist nicht unbedingt die Anzahl der Klingen von Bedeutung, dabei handelt es sich eher um einen Werbemythos.

Auch Einwegrasierer sind nicht ideal und sollten nur als Reiserasierer verwendet werden.

Am besten eignen sich Rasierhobel. Diese gelten eigentlich als reine Männerprodukte, aber natürlich können sich auch Frauen mit ihnen rasieren. Zugegeben: Ihre Anwendung erfordert mehr Übung als die Rasur mit einem Systemrasierer, daher solltest du anfangs leichte und nicht zu empfindliche Stellen wie die Beine mit dem Rasierhobel rasieren. Sobald du den Dreh raus hast, kannst du dich an deine Bikinizone wagen.

Wenn dir der Gedanke an eine scharfe Rasierklinge im Genitalbereich schlaflose Nächte bereitet, kannst du jedoch einen Systemrasierer verwenden. Diese sind sehr sicher, da die Klinge nicht direkt über die Haut fährt, dafür rasieren sie etwas weniger gründlich.

2. Bereite die Bikinzone auf die Rasur vor

Wuchern deine Schamhaare weil seit deiner letzten Rasur schon viel Zeit vergangen ist?

In diesem Fall solltest du die Haare zuerst mit einem Haartrimmer stutzen. Erst bei den gestutzten Haaren solltest du mit einem Rasierer ansetzen. Idealerweise sind die Haare bei der Rasur nur wenige Milimeter lang.

Nach dem Trimmen ist es ratsam die Haare im warmen Wasser einzuweichen, am besten legst du dich dazu in die Badewanne. Dadurch wird die äußere Schicht der Haut weicher und die Rasur wird dir viel leichter fallen. Auch ein Hautpeeling kann dabei helfen, die Haut auf die Rasur vorzubereiten.

3. Verwende Rasiercreme oder Rasierseife

Viele Unterschätzen die Wirkung von Rasiercreme oder Rasierseife. Manche denken, dass dieses Rasierzubehör nur dazu da ist, um einen guten Geruch zu hinterlassen. Das ist jedoch nur die halbe Wahrheit. Eine Rasierseife schützt deine Haut vor zu vielen Irritationen. Genauso wie beim Kauf eines Rasierers, solltest du nicht versuchen, ein paar Euro zu sparen, und billige Rasierseife oder Creme kaufen. Verwende lieber hochwertiges Rasierseife oder Gels, idealerweise versetzt mit feuchtigkeitsspendenden Zutaten wie Olivenöl und Kokosöl – diese Basen geben einen passenden Puffer für das Rasiermesser.

Trage eine sehr dünne Schicht auf die Fläche, die rasiert werden muss, so dass du die Haut und Haarschaft unterhalb noch sehen kannst. Dadurch gibt es keine Notwendigkeit, die Klinge hin und her auf die Haut zu bewegen, was die Haut nur zu sehr belasten würde.

Um Entzündungen vorzubeugen ist es wichtig die Rasierklinge während und nach der Rasur gründlich auszuwaschen. Die Rasierklinge sollte nicht stumpf sein, da sie ansonsten das Haar nicht schneidet sondern aus dem Schaft zieht. Festes aufdrücken führt oftmals zu Schnitten, deshalb wird empfohlen genügend Zeit für die Rasur einzuplanen. Nach der Rasur sollte der Schaum ordentlich abgewaschen werden, im Anschluss das Gesicht mit kaltem Wasser befeuchten, das hilft die Poren zu verschließen. Eingewachsene Haare lassen sich durch regelmäßiges Peeling von Hornschüppchen befreien. Um die Haut vor dem Austrocknen zu schützen können nach der Rasur natürliche Öle wie Kokosöl oder Olivenöl aufgetragen werden.

4. Rasiere richtig

Deine Rasurtechnik ist sehr wichtig, vor allem wenn du anfällig für Beulen bist. Wenn du gegen den Haarwuchs rasierst, wird das Rasiermesser den Follikel einschneiden und fast immer rote Irritationen hinterlassen. Rasiere daher am Anfang in Richtung der Wuchsrichtung.

Während du deinen Rasierhobel sanft entlang der Bikinizone gleitest, halte die Klinge nach unten, ohne zu viel Druck hinzuzufügen! Einmal mit wenig Druck rüberfahren sollte genügen, höchstens zweimal, da die Haut im Intimbereich sehr sensibel ist.

5. Spüle den Hautbereich nach dem Abspülen sofort aus

Wasche die betroffenen Körperstellen ab, sobald du den Rasierhobel weggelegt hast. Es wird empfohlen eine eine kalte Kompresse für 10 Minuten auf den Bereich zulegen oder den Bereich kalt abzuspülen um Reizungen zu vermeiden. Wende außerdem ein Anti-Rötung Serum (vorzugsweise Duftfrei) an, um deine Chancen auf einen Rasurbrand weiter zu reduzieren. Auch Aloe Vera Gels werden von vielen Frauen empfohlen, da es eine natürliche entzündungshemmende und antiseptische Wirkung hat. Wenn trotz all dieser Maßnahmen Irritationen verursacht wurden, können entzündungshemmmende Cremen helfen, um Rötungen, Schwellungen und Schmerzen zu reduzieren.

6. Verwöhne die Haut mit einer Feuchtigkeitscreme

Für eine optimale Hautgesundheit ist es wichtig, nach der Rasur die Haut feucht zu halten. Daher solltest du auf beiden Seiten der Bikini-Linie eine alkoholfreie Feuchtigkeitscreme auftragen, um die Feuchtigkeit zu verriegeln und eine Austrocknung zu vermeiden, was zu einer weiteren Reizung führen würde. Idealerweise verwendest du Produkte die Aloe Vera und Lavendelöl enthalten, da beide hautberuhigend sind. Jojobaöl und Vitamin E sollten wegen der Feuchtigeitsspendenden Wirkung ebenfalls enthalten sein.

7. Das Rasiermesser reinigen

Stelle nach jeder Rasur sicher, dass die Rasierklinge gereinigt wird. Dazu kannst du Alkohol oder kochendes Wasser verwenden. Werfe die Klinge weg, wen sie rostig aussieht und du sie schon länger benutzt hast. Ersetzen prinzipiel alte Klingen, die du für mehr als fünf bis sieben Rasuren benutzt hast. Ansonsten sind die Klingen schon bald mit Bakterien überwuchert, was eine Infektionsgefahr bei der Rasur bedeuten würde. Aufbewahren solltest du den Rasierer und die Rasierklingen an einem sauberen und trockenen Ort.

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