Macht dich ein Bart wirklich männlicher?

Dieser Artikel ist im Rahmen der Blogparade von http://www.maennlichkeit-staerken.de zum Thema Männlichkeit entstanden.

Anfang der 2000er Jahre wurde für Männer der Metrosexuelle-Look modern: Der Mann des neuen Jahrtausends sollte vom Kinn bis zu den Hoden glattrasiert sein. Körperhaare galten als archaisch und mussten abrasiert werden, um als Mann als attraktiv angesehen zu werden. Dadurch wurden natürlich auch wilde Verschwörungstheorien befeuert, die behaupteten, dass hinter dem Trend der Metrosexualität bloß die Rasurindustrie (Industrial-Shaving-Complex) stünde.

Die Renaissance des Barts

Wie auch immer: Alle Trends führen zu Gegentrends und nach wenigen haarlosen Jahren waren Bärte in allen möglichen Formen wieder überall zu sehen. Außerdem kleideten sich die bärtigen Hipster jetzt auch noch mit Flanelhemden, um wie maskuline Holzfäller auszusehen, obwohl die meisten von ihnen vermutlich schon am Zusammenbau eines IKEA-Regals scheitern würden.

Woher kommt dieser Wandel hin zu maskulinen Symbolen und warum stehen Bärte überhaupt für Männlichkeit?

Bärte sind ein Symbol von Maskulinität

  • Hosen tragen
  • Auto fahren
  • Ein Unternehmen führen
  • Kanzler werden
  • Fussball spielen
  • Verbrechen begehen

All diese Männerdomäne wurden in den letzten Jahren mehr und mehr von Frauen durchdrungen. Manchen mag es zu langsam gehen, anderen zu schnell. Fakt ist, dass der gesellschaftliche Trend nicht aufzuhalten ist und ich finde auch, dass das eine gute Sache ist.

Was macht Männlichkeit aus?

Das Problem für Männer ist nur, dass es dadurch immer schwieriger wird, zu definieren, was einen Mann ausmacht. Man kann seine Männlichkeit nicht mehr unter Beweis stellen, indem man Auto fährt, oder Fussball spielt.

Frauen bleiben weiterhin bartlos

Frauen können sich keinen Bart wachsen lassen – zumindest in den meisten Fällen. Dadurch zählen Barthaare zu den letzten Bereichen, in denen sich Männer auch weiterhin von Frauen abgrenzen können.

Vollbärte machen dich noch nicht zum Mann

Klar, einen langen Vollbart zu haben, macht dich noch nicht zum echten Mann. Ein Bart ist eher wie eine Werbeanzeige, die deinen Mitmenschen sagt: „Schaut her, hier läuft ein richtiger Mann!“ Und wir alle wissen, das man Werbeanzeigen nicht immer ernst nehmen muss. 😉

Bärte gehören auf das männliche Gesicht

Auch wenn dich ein Bart alleine, noch nicht zum Mann macht, gibt es gute Gründe für einen Bart. Zumindest wenn du einen starken Bartwuchs hast. So schützen Barthaare vor Wind und Sonne und senken somit auch das Hautkrebsrisiko.

Oft hast du vermutlich schon gehört, dass Bärte unhygienisch sind, da sich in den Barthaaren unzählige Bakterien sammeln. Das ist jedoch ein Schwachsinn, denn laut einer Studie des Journal of Hospital Infection lebt auf Bärten vielmehr eine Bakterienspezies, die schädliche Bakterien abtötet. Quasi ein körpereigenes Bart-Antibiotika.

Auf den Gesichter von glattrasierten Männern befanden sich laut dieser Studie dreimal soviele Bakterien des Stammes MRSA, der vor allem für immungeschwächte Menschen gefährlich ist.

Rasieren ist nicht gut für die Haut

Hinzu kommt, dass eine Rasur nicht gut für die Haut ist. Nicht umsonst leiden viele Männer unter Rasurbrand und eingewachsenen Barthaaren. Oft führt regelmäßiges Rasieren so zu Pickeln und im schlimmsten Fall zu einer Vernabung des Gesichts. Auch aus hygienischen Gründen kann eine Rasur problematisch sein. wenn das Rasierwerkzeug nicht sachgemäß gereinigt wird.

Man kann sagen, dass es keinen evolutionären Nutzen hat, dass du dir deine Haare rasierst. Es ist vielmehr eine gesellschaftliche Konvention.

Zugegeben, es gibt heutzutage Möglichkeiten, sanft und hygienisch Haare zu entfernen, dass dennoch viele Männe rmit der morgendlichen Rasur ihre Probleme haben, liegt daran, dass ein glattraisertes Gesicht von der Natur so nicht vorgesehen war.


Männlichkeit stärken

Im Rahmen der Blogparade haben sich auch andere Männer Gedanken darüber gemacht, was Männlichkeit ist und wie Männlichkeit gestärkt werden kann. Checke die Beiträge der folgenden Blogger aus:


Männer mit Bart wirken attraktiver

Klar: Mit einem Bart polarisierst du: Manche Frauen lieben ihn, andere hassen ihn, weil er zum Beispiel beim Küssen juckt. Studien haben jedoch gezeigt, dass du mit Bart im Schnitt attraktiver wirkst und bei Frauen besser ankommst.

Am bekanntesten ist die Studie von Forschern der University of New South Wales in Sydney. Diese zeigten 213 Männern und 1453 Frauen Bilder von Männern mit verschieden starker Gesichtsbehaarung und baten die Teilnehmer die Attraktivität der Gesichter zu benöten.

Vor der Notenabgabe wurden ihnen noch eine Bilderreihe gezeigt; Entweder von vollbärtigen oder glattrasierten Männern.

Das Ergebnis? In beiden Fällen schnitten bärtige Männer besser ab, wurden also attraktiver bewertet. Zeigte man den Teilnehmern vor der Bewertung die Bilderreihe mit glattrasierten Männern, schnitten die bärtigen Gesichter sogar noch besser ab.

Conclusio: Bist du als bärtiger Mann alleine unter glattrasierten Männern, wirkst du auf Frauen besonders attraktiv. (Link zur Studie) Klarerweise sprechen wir hier von gepflegten Bärten – wenn du deine Barthaare nie trimmst und wäscht, wirst du schon bald sehr unattraktiv aussehen.

Muss ich mir wirklich einen Bart wachsen lassen, um ein echter Mann zu sein?

Natürlich nicht.

ich persönlich glaube klarerweise, dass es viel Sinn ergibt, sich einen Bart wachsen zu lassen.

Zum echten Mann wirst du dadurch jedoch nicht. Falls du schon ein männliches Leben führst, benötigst du keinen Bart, um ein Mann zu sein. Und wenn du dir nur einen Bart wachsen lässt, um männlicher zu erscheinen, hast du in deinem Leben vermutlich falsche Prioritäten gesetzt.

Dennoch denke ich, dass der bärtige Look viele Vorteile hat. Warum also nicht einmal einen Bart wagen?

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